Demo, 21.1., Berlin: Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/WHES/WHES Demo 2017/Mail-Anhang.jpgGemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel

Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.

Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Flügen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden:

Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!  [weiter im vollständigen Aufrufstext zur Demo geht es hier]

Wer Bauernhöfe will muss jedoch auch betrachten, dass grade die Ausbeutung (oft migrantischer) ArbeiterInnen die Ernährungs-, Fleisch- und Agrarindustrie weltweit so konkurrenzfähig macht. Schlacht- und Verarbeitungsfabriken z.B. von Wiesenhof und Tönnies sind in dieser Konkurrenz so erfolgreich, dass sie in 80 und mehr Länder dieses Globus exportieren. Billigstarbeit und Lohndumping gegenüber anderen Ländern sind das Schmiermittel dieser europäischen und übereuropäischen agierenden Wirtschaft, die in der Bundesrepublik einen ihrer beliebtesten Standorte findet. Billigstnahrung ist ihr Renner, Armutsökonomie ihr Nährboden. Diese gelte es all überall in der Welt zu stoppen und Einkommens- und Sozialleistungssysteme zu schaffen, die sichern, dass sich alle zu guten Preisen von den Produkten derjenigen ernähren können, die eine Nahrungsmittelerzeugung nicht zum Zwecke der Profitsteigerung betreiben.
Ein Beitrag in der Bundesrepublik wäre z.B. die sofortige Erhöhung der Regelsätze von Alleinstehenden heute auf mind. 650 € statt auf 409 € und des Mindestlohnes auf mindestens 12 €/Std. statt auf 8,84 € wie zum 1.1.2017 geschehen.

Die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg beteiligt sich an der Demo und berichten auf der diesjährigen Schnippeldisco am Vorabend der Demo über Ausbeutung und Gegenwehr von ArbeiterInnen in der bundesdeutschen Nahrungsindustrie.

 

 

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/WHES/WHES Demo 2017/Dankebutton.pngTreckerpatenschaft für die SchlepperfahrerInnen bei der WHES Demo 2017:

Treckerpatenschaften - Bitte gerne spenden und weiter leiten – danke!

Liebe befreundete Verbände,
liebe MitstreiterInnen,
liebes Agrarbündnis,

erst mal alles Gute für 2017. Am 21. Januar 2017 ist es wieder soweit, wir demonstrieren für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, für gesundes Essen und für fairen Handel! Gemeinsam wollen wir im Jahr der Bundestagswahl unmissverständlich klar machen, dass es ohne die Bäuerinnen und Bauern, die regionale und ökologischere Landwirtschaft und die handwerkliche Lebensmittelerzeugung nicht geht! Die Agrarpolitik muss sich jetzt ändern, damit Agrarkonzerne nicht weiter über unser Essen bestimmen!

Für die Trecker, die wieder vorweg rollen werden, bitten wir um Spenden und Treckerpatenschaften, damit wir den FahrerInnen anteilig Dieselgeld wieder geben können. Sie spenden 100 €, welche wir direkt und zu 100 % an die Bäuerinnen und Bauern weiterleiten. Mehr noch: Schreiben Sie uns nach Ihrer Spende eine E-Mail mit Ihrem Namen und ggf. Ihrer Organisation an braendle(at)wir-haben-es-satt.de, dann werden wir Ihre Spende auf Tafeln an den Treckern bei der Demo kenntlich machen und Sie in unserer Liste der Treckerpatenschaften auf unserer Homepage aufnehmen.

Mit besten Grüßen

Phillip Brändle (Wir haben es satt),
Georg Janßen (AbL),
Annemarie Volling (AbL)

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