Faire Erzeugerpreise

Landwirtschaft erfüllt mehr Aufgaben als nur die Erzeugung von Lebensmitteln. Sie soll auch die Kulturlandschaften erhalten, für Biodiversität sorgen, das gesellschaftliche Leben auf dem Land erhalten und dort Arbeitsplätze schaffen. Damit Landwirtschaft ihre Multifunktionalität erfüllen kann, müssen die Bäuerinnen und Bauern und die handwerklichen LebensmittelverarbeiterInnen ein angemessenes Einkommen für ihre Arbeit und ihre Produkte generieren können.

Im Bereich der Milch fordern die Bauern einen fairen Preis, der die Erzeugung eines hochwertigen Produktes honoriert. Dafür brauchen die Bauern 40 ct /Liter, aktuell liegen die Preise bei ca. 27 ct/Liter.

Mindesteinkommen

Angesichts eines heutigen Regelsatzes z.B. von Hartz IV, der nur rund 145 Euro für die Ernährung beinhaltet, und Niedriglöhnen vieler Beschäftigter, die ebenfalls kaum höhere Ausgaben fürs Essen und Trinken erlauben, ist fair und regional erzeugte Nahrung als Regelnahrung für viele Menschen unerschwinglich.

Die gesellschaftliche Wertschätzung bäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft und deren Erzeugnissen erfordert demgegenüber ein Mindesteinkommensniveau sowohl bei Sozialhilfebeziehenden wie auch bei Beschäftigten, das es diesen ermöglicht, sich aus regionalem, fairem, bäuerlichem Anbau zu ernähren.

Transparenz

VerbraucherInnen werden durch die gängige Deklarationspraxis in die Irre geführt. Auf Milch-, Käse- und Wurstverpackungen wird den KonsumentInnen ein landwirtschaftliches Idyll vermittelt, dass in der Form kaum mehr existiert und vor allem von den industriellen Strukturen in denen die Produkte entstanden sind verdrängt wird. Mit gutem Beispiel gehen die Eier voran, die nach Haltungsform klassifiziert werden.

Ebenso keine Transparenz gibt es bei der Verwendung von gentechnisch verändertem Futter. Etwa 80 Prozent der Futtermittel bestehen heute aus gentechnisch verändertem Soja, das nicht gekennzeichnet werden muss.

 

Termine

16.02.2019 - 31.03.2019

Ausstellung: Landwirtschaft im Wandel

28.03.2019 - 23.05.2019

Filmreihe: Filme der Hoffung

Aktuelles

Demonstration am 23. März in Oldenburg

Das Agrarbündnis Niedersachsen und Weitere rufen zur Demo auf und werben hiermit um Eure Teilnahme und Unterstützung!

 

Demo zu Fuß und mit Treckern
23. März 2019 | 11 Uhr | Auftakt Bahnhofsvorplatz | Oldenburg
Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz; mit Ständen der Bündnispartner

 

Für Wertschätzung von Mensch, Tier und Umwelt! Stadt und Land Hand in Hand

Wir wollen auf die Straße gehen und als Bäuerinnen und Bauern, von konventionell bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau, als Verbraucher*innen, Imker*innen, Natur- und Tierschützer*innen, als Umweltaktivist*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche, Kämpfer für Arbeitnehmerrechte und als Menschen aus Stadt und Land klare Kante für zukunftsgerechte, nachhaltige Landwirtschaft und gesundes Essen zeigen.....

Demo am 23. März 2019 | 11 Uhr | Auftakt Bahnhofsvorplatz | Oldenburg

 

Kontakt für Treckerfahrer*innen:
Ihr erhaltet Informationen und könnt Euch anmelden unter:

0176 301 566 36 (Johannes)

 

Die Möglichkeit zum Pressegespräch besteht vor den Redebeiträgen ab 10:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Melden Sie sich hierfür bitte bei Canan Barski an unter Tel. (01590) 148 76 24 oder barski@oezo.de.

 

Pressekontakt bei inhaltlichen Fragen:

Ottmar Ilchmann, Tel. (0176) 4500 0760 und o.ilchmann@yahoo.de.

Pressemitteilung vom 13.03.2019 zum Download

 

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Boden ist keine Ware!

In Zeiten niedriger Zinsen und viel freiem Kapital stellen landwirtschaftliche Böden eine sichere Anlagemöglichkeit dar. Der Verkehrswert der knappen Ressource steigt seit einiger Zeit kontinuierlich an. Bereits heute werden ein Drittel der gehandelten landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland nicht von Landwirten gekauft. Böden sind längst Gegenstand von Spekulation....

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