Massentierhaltung

In Niedersachsen werden über 50% der Masthühnchen sowie 1/3 aller Schweine und Legehennen in Deutschland gehalten. Hier wird vielfach unter tierquälerischen Haltungsbedingungen Fleisch zu Billigpreisen in Übermengen produziert.

Tierschutz

Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jeder, der ein Tier hält und betreut, dieses seinen Bedürfnissen angemessen ernähren, pflegen und unterbringen muss. Die Möglichkeit zur artgerechten Bewegung darf nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier Schmerzen oder vermeidbares Leid und Schäden zugefügt werden.

Zwar ist damit das Kupieren der Schnäbel bei Geflügel und Abschneiden der Schwänze bei Schweinen laut Tierschutzgesetz verboten. Diese Verstümmelung der Tiere wird jedoch durch großzügige Ausnahmeregelungen legitimiert und ist gängige Praxis in der überwältigenden Mehrzahl der industriellen Tieranlagen.

Medikamentenmissbrauch

Arzneimittelgaben sind in der Tierhaltung oft erforderlich, weil die zugelassenen Haltungsmethoden die überzüchteten Tiere krank machen. Der Antibiotikaeinsatz hat sich seit 2005 verdoppelt. Bei dauerhaftem Antibiotikaeinsatz führt dies zu immer mehr Resistenzbildungen von Keimen, die nicht nur Tiere sondern auch Menschen und die Umwelt gefährden.

Gülleflut

Der in Massentierhaltungsregionen erzeugte Geflügeltrockenkot und die Gülleflut von 40 Milliarden Litern/Jahr finden kaum mehr Platz auf den Äckern der Regionen.

Allein im Weser Ems Raum fehlen derzeit mehr als 275.000 Hektar, um eine Nährstoffüberflutung zu verhindern. In Niedersachsen weist bereits über zwei Drittel der Landesfläche zu viel Nitrat im Grundwasser auf.

Futtermittelimporte

Derzeit beansprucht die EU über 35 Mio. Hektar Ackerland in anderen Ländern der Welt, ein großer Teil davon zur Produktion von v.a. Soja für die Futtermittelproduktion. Diese Flächen stehen in direkter Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion in diesen Ländern. Aufgrund der vielen Massentierhaltungsanlagen hat Niedersachsen einen hohen Anteil daran.

Export von Fleischteilen

Andererseits hat unsere Fleisch-Überproduktion und Exportorientierung verheerende Auswirkungen für viele Entwicklungsländer, deren lokale Märkte durch den Export von hier unerwünschten Fleischteilen zu Dumpingpreisen zerstört werden.

Termine

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Aktuelles

Handwerkeraufruf zur Demo WIR HABEN ES SATT

Die soziale und die ökologische Frage zusammen bringen, ABER wie? Lest gern nachstehenden Handwerkeraufruf …

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Demo, 21.1., Berlin: Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

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Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Bist du dabei?

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