AGfaN: Entlarvend: Staatssekretär Ripke mutiert zum Geflügel-Lobbyisten

Mit außerordentlichem Befremden hat die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) zur Kenntnis genommen, dass mit dem ehemaligen Staatssekretär des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Friedrich-Otto Ripke (CDU), abermals ein hochrangiger Politiker fast nahtlos in die Lobbyarbeit eines Wirtschaftsverbandes gewechselt ist. Es dränge sich nunmehr die Frage auf, in wie weit der studierte Diplomingenieur der Agrarwissenschaft schon im Landwirtschaftsministerium als verlängerter Arm der Geflügelwirtschaft fungierte, argwöhnt der Vorsitzende der AGfaN, Eckard Wendt.

Die Niedersächsische Geflügelwirtschaft (NGW) wählte ihn jetzt zum Nachfolger von Wilhelm Hoffrogge, der sein Amt als Vorsitzender der NGW seit Februar 2013 hatte ruhen lassen, nachdem die Oldenburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Zusammenhang mit möglicherweise falscher Deklaration von Eiern auf seinem Geflügelhof  aufgenommen hatte. Die Tierschützer seien sehr enttäuscht, denn sie hätten Ripke vor Jahresfrist bei einer Mahnwache vor dem Ministerium als aufmerksamen Zuhörer und gegenüber den Tierschutzargumenten offenen Ansprechpartner wahrgenommen. „Den Wechsel Ripkes in den Schoß der Geflügelwirtschaft werten wir als Selbst-Demaskierung eines Politikers, durch die der Politikverdrossenheit weiter Vorschub geleistet wird“, bedauert Wendt sarkastisch.

 

 

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Aktuelles

Billigproduktion gefährdet Menschenleben

Die Verbände des Agrarbündnisses Niedersachsen fordern die Landesregierung zur sofortigen Überprüfung sämtlicher Betriebe der niedersächsischen Schlachtindustrie hinsichtlich der Einhaltung von Standards für den Sozial- und Infektionsschutz in den Betrieben und bei der Unterbringung der Beschäftigten auf. Das Testen der Beschäftigten, wie es Ministerpräsident Stephan Weil angekündigt hat, reiche nicht aus. Laut Agrarbündnis ist es dabei unerheblich, ob die Mitarbeiter*innen direkt angestellt seien, mit Werkverträgen oder in Leiharbeitsverhältnissen arbeiteten. Gleiches gelte auch für Betriebe, die Saisonarbeiter*innen bei der Ernte von Spargel und Erdbeeren beschäftigten. [...]

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Kritischer Agrarbericht 2020 heute erschienen

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/Kritischer Agrarbericht/krititscherAgrarbericht.jpgKurz vor Start der Grünen Woche in Berlin (17.-26. Januar) und der diesjährigen Wir-haben-es-satt-Demonstration am 18. Januar erscheint der jährlich herausgegebene kritische Agrarbericht, der seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben wird. Das bundesweite AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. Mit Experten aus den verschiedensten Schwerpunktthemen des Agrarsektors dokumentiert der "Kritische Agrarbericht" die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Diesjähriges Schwerpunktthema ist „Stadt, Land – im Fluss“.

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