Gentechnik

Die niedersächsische Landesregierung versucht trotz klarer Ablehnung der Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie der Verbraucher, die keine gentechnisch veränderten Lebensmittel essen wollen, Agro-Gentechnik zu etablieren –. Die daraus resultierenden Folgen für Umwelt, Gesundheit, Pflanzen- und Tierzucht aber auch der bäuerlichen Existenzen sind nicht hinnehmbar.

Gentechnikfreie Kommunen, Höfe, Regionen und Initiativen

Keine Agrogentechnik in Niedersachsen und anderswo!

Auch in Niedersachsen können es immer mehr werden Kommunen, Höfe, Regionen und Initiativen werden, die Agrogentechnik auf ihren Flächen nicht zulassen werden und sich aktiv für einen gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen. Gerade im Kampf um die Wahl des niedersächsischen Landtag, können wir als Organisation vor Ort den Kandidaten auf den Zahn fühlen. Wie stehen Sie zum Thema Gentechnik und welche Politik werden sie dazu im Landtag machen, in Regierungsverantwortung oder in der Opposition? Werden sie die Entstehung von Genetechnikfreien Regionen unterstützen, sich für regionales, ökologisches und gentechnikfreies Essen in öffentlichen Einrichtungen stark machen und der Gentechniklobby der großen Konzerne die Stirn bieten? Werden sie die einseitige Information von Schüler pro Agrogentechnik über die Ausdehnung des Projektes „HannoverGEN“ auf ganz Niedersachsen stoppen?

Inzwischen gibt es in Deutschland über 1.000 gentechnikfreie Höfe, den 319 ]gentechnikfreien Kommunen und Kirchgemeinden sowie 211 gentechnikfreie Regionen und Initiativen. Auf der Karte der gemeinsamen Initiative von AbL und BUND „Gentechnikfreie Regionen“ sind diese zu finden. In unseren Karten erfahren Sie, wo sie sich befinden. Sie können sich dabei einzelne Bundesländer anzeigen lassen. Auch das Herunterladen einer Karte der Bundesrepublik Deutschland mit allen Gentechnikfreien Regionen und Initiativen ist hier möglich. Hier geht es direkt zur Karte

Gentechnik an Schulen

Auch in Schulen ist Agro-Gentechnik angekommen. Das Modellprojekt HannoverGEN hat mit einem Budget von über einer Million Euro in 4 Schulen Gentechniklabore aufgebaut, in denen SchülerInnen der Jahrgangsstufen 10 bis 12 bzw. 13 gentechnische Versuche durchführen können. Ziel ist, laut HannoverGEN, dass die SchülerInnen „ihr Wissen über Biotechnologie und Grüne Gentechnik erweitern, durch Experimentieren praktische Laborerfahrungen erwerben und ihre Urteilsfähigkeit über Nutzen und Risiken der Gentechnik erweitern.“ Das Projekt will darüber hinaus mit Hilfe ihrer Schüler- und Lehrmaterialien „ethische Bewertungskompetenzen“ fördern (www.hannovergen.de). Über 6.000 SchülerInnen aus über 40 Schulen haben bereits an einem Labortag teilgenommen.

Eine Hintergrundstudie der Bündnis für Gentechnikfeie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg zeigt, dass HannoverGEN den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Sachliche Grundlagen für eine Bewertung werden einseitig und suggestiv eingebracht, wichtige Aspekte werden ausgeblendet. Die ethischen Bewertungen reflektieren die gesellschaftliche Realität und zugrundeliegende Wertesysteme nur unzureichend. Konsequenz der aufgezeigten Defizite ist die voraussagbare und einseitig positive Bewertung der Agro-Gentechnik.

Das lehnt das Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft und Greenpeace Hannover strikt ab!

Informationen zu Gentechnik finden Sie unter

Aktuelles

Billigproduktion gefährdet Menschenleben

Die Verbände des Agrarbündnisses Niedersachsen fordern die Landesregierung zur sofortigen Überprüfung sämtlicher Betriebe der niedersächsischen Schlachtindustrie hinsichtlich der Einhaltung von Standards für den Sozial- und Infektionsschutz in den Betrieben und bei der Unterbringung der Beschäftigten auf. Das Testen der Beschäftigten, wie es Ministerpräsident Stephan Weil angekündigt hat, reiche nicht aus. Laut Agrarbündnis ist es dabei unerheblich, ob die Mitarbeiter*innen direkt angestellt seien, mit Werkverträgen oder in Leiharbeitsverhältnissen arbeiteten. Gleiches gelte auch für Betriebe, die Saisonarbeiter*innen bei der Ernte von Spargel und Erdbeeren beschäftigten. [...]

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Kritischer Agrarbericht 2020 heute erschienen

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/Kritischer Agrarbericht/krititscherAgrarbericht.jpgKurz vor Start der Grünen Woche in Berlin (17.-26. Januar) und der diesjährigen Wir-haben-es-satt-Demonstration am 18. Januar erscheint der jährlich herausgegebene kritische Agrarbericht, der seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben wird. Das bundesweite AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. Mit Experten aus den verschiedensten Schwerpunktthemen des Agrarsektors dokumentiert der "Kritische Agrarbericht" die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Diesjähriges Schwerpunktthema ist „Stadt, Land – im Fluss“.

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