Leitbild für bäuerliche und ökologische Landwirtschaft

Stärkung und Unterstützung der bäuerlichen und der ökologischen Landwirtschaft

Der Weltagrarbericht 2008 hat deutlich das Potenzial der ökologisch ausgerichteten kleinbäuerlichen Landwirtschaft zur Umsetzung des  Menschenrechts auf gesunde Ernährung weltweit dargelegt.   Auf dieser Grundlage fordern wir eine Agrarpolitik, die dem Ziel den Welthunger wirkungsvoll zu bekämpfen Rechnung trägt.

Landwirtschaft erfüllt darüber hinaus mehr Aufgaben als nur die Erzeugung von Lebensmitteln. Sie soll auch die Kulturlandschaften erhalten, für Biodiversität sorgen, das gesellschaftliche Leben auf dem Land erhalten und dort Arbeitsplätze schaffen. Damit Landwirtschaft ihre Multifunktionalität erfüllen kann, müssen die Bäuerinnen und Bauern und die handwerklichen Lebensmittelverarbeiter ein angemessenes Einkommen für ihre Arbeit und ihre Produkte generieren können. Das wird durch die aktuelle Agrarpolitik zunehmend schwieriger. Die Devise muss in Zukunft lauten: Qualitativ hochwertige Lebensmittel zu fairen Erzeugerpreisen und mit Respekt vor den Pflanzen und Tieren. Im Mittelpunkt der Politik muss der Erhalt vielfältiger, bäuerlicher  Betriebe stehen, umwelt- und sozialverträgliche Landwirtschaft muss sich wieder lohnen. Nur so findet Wertschöpfung in den Regionen statt und schafft einen lebendigen lebenswerten ländlichen Raum.

Der ökologische Landbau verbindet Klima- und Ressourcenschutz in besonderer Weise. Durch die Orientierung auf ökologische Kreisläufe und eine angepasste Tierhaltung trägt er dazu bei den Boden, das Trinkwasser und die Artenvielfalt zu erhalten statt sie zu belasten. Diese nachhaltige Form der Landwirtschaft muss gerade im Agrarland Nr. 1 gezielt gestärkt werden.

Um die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft auf Dauer zu sichern, muss sie von dem ökonomischen Druck befreit werden, Masse zum günstigsten Preis zu liefern. Dazu brauchen die VerbraucherInnen ein Einkommen, aus denen sie Nahrung zu dem Preis bezahlen können, der für den Fortbestand der bäuerlichen und regionalen Landwirtschaft erforderlich ist.

Unser Leitbild beschreibt die Landwirtschaft der Zukunft -  bäuerlich, ökologisch und in Verantwortung für zukünftige Generationen. Um dies zu erreichen müssen die europäischen Direktzahlungen an gesellschaftliche Leistungen gekoppelt werden.

Termine

22.10.2019 18:15 - 04.02.2020 18:15

Ringvorlesung der Uni Göttingen: Tier oder Tofu?

Aktuelles

Kritischer Agrarbericht 2020 heute erschienen

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/Kritischer Agrarbericht/krititscherAgrarbericht.jpgKurz vor Start der Grünen Woche in Berlin (17.-26. Januar) und der diesjährigen Wir-haben-es-satt-Demonstration am 18. Januar erscheint der jährlich herausgegebene kritische Agrarbericht, der seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben wird. Das bundesweite AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. Mit Experten aus den verschiedensten Schwerpunktthemen des Agrarsektors dokumentiert der "Kritische Agrarbericht" die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Diesjähriges Schwerpunktthema ist „Stadt, Land – im Fluss“.

Weiterlesen »

Landwirt*innen und Verbraucher*innen zeigen gemeinsam klare Kante für eine bäuerliche Landwirtschaft

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/Demonstration Oldenburg/DemoPoster.jpg

Am Samstag sind rund 1000 Landwirt*innen, Natur-, Tier- und Klimaschützer*innen, Arbeitsrechtler*innen, entwicklungspolitisch Engagierten und interessierten Verbraucher*innen dem Aufruf ihren Protest in Oldenburg auf die Straße zu tragen gefolgt und forderten gemeinsam zu Fuß, mit Fahrrädern und mit Treckern die Agrarwende.

Die Trecker und Menschen zogen begleitet von zwei Trommelgruppen vom Bahnhofsvorplatz am Julius-Mosen-Platz und Staatstheater vorbei auf den Schlossplatz. Hier hatten verschiedene Bündnispartner Infostände aufgebaut. Dazu es gab Wurst und Hotdog aus regionaler Erzeugung zur Stärkung.

In den Redebeiträgen der Vertreter*innen der Initiativen, eingeleitet und moderiert von Canan Barski vom Ökumenischen Zentrum Oldenburg und Ottmar Ilchmann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V. (AbL), spiegelten sich die vielfältigen Anliegen der Demo wider, deren zentrale Botschaft aber doch war: Nur im Schulterschluss können wir eine umweltverträgliche, zukunftsfähige, global gerechte, klimaschonende und existenzsichernde Landwirtschaft erreichen [...]

 

Weiterlesen »